Das dritte Fest der Kulturen am 22. März 2015 im Wolf-Ferrari-Haus mit rund400 Besuchern hat gezeigt: Ur-Ottobrunner und „Zuagroaste“ (ob schon immer Deutsche, ehemalige Migranten oder Flüchtlinge) feiern gemeinsam und lernen sich gegenseitig kennen. Ein Integrationsfest war schon immer Wunsch und Absicht der Agenda 21 Ottobrunn-Neubiberg, erklärte Aniko Balazs. Deshalb wurde in diesem Jahr ein Schwerpunkt vom Helferkreis Asyl Ottobrunn gestaltet. Landrat Christoph Göbel und die Bürgermeister Thomas Loderer und Günter Heyland gingen auf aktuelle Schwierigkeiten aber auch auf die Willkommenskultur hier bei uns ein - Ottobrunn nimmt die meisten Flüchtlinge im Landkreis auf, so Göbel. Ein „Markt der Initiativen“ gab mit zahlreichen Informationsständen Gelegenheit zum Gespräch. Claudia Bernardoni führte in das Sketch „Schönes neues Leben?“ ein, mit vier kleinen Szenen aus dem Flüchtlingsalltag, auf den fast immer Schatten aus der Vergangenheit fallen. Asylsuchende aus Afghanistan, dem Irak, Nigeria, Mali und Uganda waren die Darsteller. Die afrikanische Band von Michael Akpaglo unterhielt und begeisterte das Publikum ebenso wie die bravourösen Tanzgruppen mit Volkstänzen aus Griechenland, Albanien, Spanien, der Türkei und China, und nicht zuletzt die chinesische Kindertanzgruppe, die orientalischen Bauchtänzerinnen und die bekannten Sweet Puppets. Zum Ausklang sprach der Festmoderator Christof Stolle mit dem Bürgerkriegsflüchtling Rony Goliana aus Syrien und es sang ein assyrischer Chor.

Margrit Grubmüller